Foto: Fuchs
Dr. Manuela Mahn

Dr. Manuela Mahn

Zimt ist nicht gleich Zimt!

Alle Jahre wieder ist er wichtiger Akteur der Weihnachtsbäckerei & Festtagsküche: Zimt!

Doch Zimt ist eben nicht gleich Zimt. Zimt ist zunächst einmal die Innenrinde von Bäumen aus der botanischen Familie der Lorbeergewächse – ja richtig, also auch verwandt mit dem Gewürzlorbeer. Die Zweige von Zimtbäumen werden geschnitten und – wenn die Qualität passen soll – sorgfältig geschält und von der Korkschicht befreit. Die Innenrinde wird an der Luft getrocknet und rollt sich dabei auf.

Wer einmal genau hinschaut, kann die beiden wichtigsten Zimtsorten als ganze Stangen leicht unterscheiden:

  • Der Ceylon-Zimt ist mehrfach fein geschichtet und gerollt. Er splittert leicht. Sein Aroma ist duftig, süßlich, warm und holzig. Perfekt für Glühwein, Punsch, Tee und süßes Gebäck, wie Lebkuchen oder Plätzchen.
  • Der Kassia-Zimt ist deutlich stärker in der Innenrinde und rollt sich so nur einfach ein. Er schmeckt herber, würziger und dennoch zimtig. Ideal also für den Wildbraten, Rotkohl und Marinaden. Kassia-Zimt hat den Inhaltsstoff Cumarin. Dieser bringt zwar den typisch herben Zimtgeschmack, kann aber auch in größeren Mengen gesundheitsschädigend wirken. Übrigens: Den höchten Cumarin-Anteil enthält die Außrinde der Zimtbäume. Werden die Zweige also sorgfältig geschält, ist auch bei der Innenrinde nur wenig Cumarin zu finden.

Beim gemahlenen Zimt ist das Erkennen rein am Geschmack schon deutlich schwieriger. Hier heißt es also den Verpackungstext genau lesen. Einige Anbieter weisen Ceylon-Zimt und Kassia-Zimt aus, bei anderen handelt es sich meist um eine Mischung aus beiden Sorten.

Teile diesen Beitrag