Neuauflage: Gewürze - Das Standardwerk

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Dr. Manuela Mahn

Ingwer ist die Heilpflanze des Jahres 2026!

Und was ist der Ingwer eigentlich? Eine Wurzel, eine Knolle, oder was? 

Tatsächlich wird der Ingwer oft fälschlicherweise als Wurzel oder Knolle bezeichnet. Der Teil, der bei der Ingwerpflanze als Gewürz genutzt wird, ist jedoch der Wurzelstock, ein wichtiges Speicherorgan, indem sich alle wertvollen Inhaltsstoffe befinden. Die tatsächlichen, haarfeinen Wurzeln werden nach der Ernte jedoch entfernt.

Seit wann wird Ingwer denn als Heilpflanze verwendet? 

Das Rhizomgewürz wird bereits seit Jahrtausenden in der indischen und chinesischen Heilkunde verwendet. In der ayurvedischen Lehre gilt er als ein „großer Heiler“: Er fördert das „innere Feuer“, erwärmt also, stärkt Kreislauf und Verdauung, stimuliert das Herz und kann Migräne lindern.

Und wie kann Ingwer gezielt zur Stärkung der Immunabwehr oder bei Reiseübelkeit eingesetzt werden?

Für die Stärkung des Immunsystems empfiehlt sich Ingwertee, idealerweise mit Zitrone. Bei Reiseübelkeit hilft die Einnahme von 0,5 bis 2 g Ingwerpulver etwa 30 Minuten vor Reiseantritt – zum Beispiel eingerührt in etwas Saft. Ingwershots sollten am besten selbst hergestellt werden, dann haben sie noch viele Wirkstoffe.

Ingwer frisch oder getrocknet und als Pulver: Gibt’s da Unterschiede?

Frischer Ingwer unterscheidet sich geschmacklich vom Pulver: Das frische Zitrusaroma fehlt beim Pulver, das zudem durch die Umwandlung der Scharfstoffe beim Trocknen oft schärfer ist.

Sollte die „Schale“ beim Ingwer eigentlich mitverwendet werden?

Nein, denn die Schale ist nichts anderes als eine Korkschicht, die sich verdickt. Je älter der Ingwer, je dicker die Korkschicht. Die Schale sollte aus hygienischen Gründen immer entfernt werden, da sie keinerlei wertvolle, gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe enthält.

Also dann am besten Ingwer selbst anbauen. Geht das?

Der Eigenanbau von Ingwer ist unkompliziert: Ein kleines Stück Ingwer mit dem Vegetationsknoten nach oben im Februar in einen Topf mit Erde setzen, feucht halten (keine Staunässe), Umgebungstemperatur sollte bei 19–28 °C und dann kann im Oktober geerntet werden.

 

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